Markus Greitemann, Dezernent für Gebäude- und Liegenschaftsmanagement, Universität zu Köln

Der Campus der Universität zu Köln ist quasi eine Stadt in der Stadt.
Ihre Bewohner: Fast 50.000 Studierende und etwa 6.500 Angestellte in über 140 Gebäuden. Mit Unterstützung digital vernetzter Systeme sorgen Markus Greitemann und seine Kollegen aus dem Facility Management für reibungslose Abläufe und schaffen die Basis für erfolgreiche Lehre und Forschung.

Auf seinem Weg trifft Markus Greitemann überall auf Spuren seiner fast 300 Mitarbeiter. An der Ecke eines Hörsaalgebäudes sieht er ein Auto der Haustechnik, während er schon das Grollen eines Rasenmähers hört. Vor sieben Jahren war Greitemann aus der Wirtschaft an die Universität zu Köln gewechselt und hat die Leitung des Gebäude- und Liegenschaftsmanagements übernommen. „Die Taktzahl an der Uni ist deutlich höher, als ich es aus der Industrie gewohnt war“, berichtet er. Neben Handwerkern, Gärtnern und Hausmeistern gehören sogar Architekten zu seinem Team, das auch Neu- und Umbauprojekte steuert.

Dabei hat sich seit seinem ersten Arbeitstag an der Universität zu Köln im Jahr 2010 viel verändert: Ratterte damals für jeden technischen Defekt ein Faxgerät, schicken die wissenschaftlichen Mitarbeiter heute Fehlermeldungen oder Bestellungen für neue Möbel über eine Software direkt an die richtige Stelle. Fast 29.000 Meldungen allein 2016. „Die technischen Anlagen von den Türsystemen bis zu den Lüftungen sind ebenfalls digital vernetzt und werden zentral gesteuert“, erklärt Greitemann. Treten Störungen auf, können die Techniker zudem vor Ort über ein iPad darauf zugreifen. Ohne die Unterstützung externer Facility-Management-Dienstleister wäre die Bewältigung aller Aufgaben dennoch nicht möglich.

Etwa 75 Millionen Euro investiert die Universität pro Jahr in Neubauten, Umbauten und Sanierungen. Die Gebäude sind teils 80 Jahre alt, und über 40 Jahre wurde wenig für ihre Erhaltung getan. „Wenn eine nachhaltige Instandhaltungsstrategie fehlt, läuft man unweigerlich in einen Sanierungsstau. Gebäude mussten wir sogar abreißen, weil eine Sanierung unwirtschaftlich geworden wäre.“ Deshalb plant Markus Greitemann vorausschauend.

Sein Masterplan blickt bis zu 15 Jahre in die Zukunft. Dabei steht für ihn ein Ziel im Fokus: „Ich will beste Voraussetzungen schaffen, damit die Studierenden gute Abschlüsse machen und die Wissenschaftler solide Forschungsergebnisse erzielen können.“