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07/09/2018

FM unterstützt Technik und Betrieb in der Elbphilharmonie | 8. Teil der Möglichmacher-Serie auf FAZ.NET erschienen

Dennis Just ist als Technischer Leiter der Elbphilharmonie mitverantwortlich für ihren makellosen Ruf. Der Herr über mehr als 30.000 Datenpunkte und über 4.000 technische Anlagen auf mehr als 125.000 Quadratmeter Fläche bespielt hinter den Kulissen seine ganz eigene Bühne, denn das Haus ist voller Spezialkonstruktionen.

Anders als der Prachtbau lebt Justs Arbeit aber von der Unsichtbarkeit. Reibungslos sind die technischen Abläufe dann, wenn Millionen Gäste aus aller Herren Länder sie nicht bemerken. Die Organisation und Durchführung der Bühnen-, Ton- und Lichttechnik liegt in den Händen des Konzerthauses, für andere technische Bereiche verlässt Just sich jedoch auf externe Partner: „Alle Kontrollen und Wartungen rund um Energieversorgung, Lüftung, Kühlung und Wärme, sind an externe Facility-Management-Dienstleister abgegeben“, so Just. Auch die Unterhalts-, Glas- und Sonderreinigung ist 24/7 an ein spezialisiertes FM-Unternehmen übertragen.

So bleibt ihm und seinem Team mehr Zeit für die konzertspezifischen Anlagen, deren Vernetzung und Steuerung die ungeteilte Aufmerksamkeit der Experten erfordern. Dazu gehört auch das Herzstück des Hauses, nämlich der Große Saal. Dass er einen Ruf als „Klangwunderwerk“ genießt, liegt nicht zuletzt an der sogenannten Weißen Haut. Sie besteht aus 3D-gefrästen Gipsfaserplatten mit wabenförmigen Einkerbungen und überzieht den Saal auf 6.500 Quadratmetern. „Jede Wabe ist exakt berechnet“, erklärt Just. „Würde man einige Paneele austauschen, würde das die Akustik verändern.“ Hoch oben, mehr als 20 Meter über der Bühne, spielt sich im Technik-Bereich ein eigenes Spektakel ab. „Hier ist alles genauestens berechnet und wird digital gesteuert, damit die Zuschauer von unserem Aufwand nichts mitbekommen“, so Just. Der technische Betrieb läuft seit der Eröffnung der Elbphilharmonie Anfang 2017 rund. Zwar steht Dennis Just nicht selbst im Rampenlicht. Doch er ist stolz auf Hamburgs neue Hauptdarstellerin.